Galerie Rigassi, “Dreams”

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“Dreams”

Group Exhibition

September 19th, to October 27th, 2012

Galerie Rigassi, Bern, Switzerland

 

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Mit der Ausstellung 20 Jahre Galerie Rigassi – Dreams beendet Raphael T. Rigassi das Jubiläumsprogramm zum zwanzigjährigen Bestehen seiner Galerie im Herzen der Berner Altstadt. Mit originellen Präsentationen wie der Reinszenierung einer Ausstellung mit Werken der Nouveaux Réalistes, die Rigassi zwanzig Jahre zuvor gezeigt hatte oder einer Auswahl von Kunstpositionen, die ihn auf seinem Lebensweg begleitet haben, erzählte dieses Jubiläumsprogramm auch von den (wahr gewordenen) Träumen eines Galeristen.

Von den Träumen der Kunst kündet nun die achte und letzte Ausstellung im Jubiläumsreigen. Mit einem Dutzend Positionen kreiert Raphael T. Rigassi eine Ausstellung, die der Maxime des deutschen Malers Wols folgt: „Die im Wachen träumen, haben Kenntnis von tausend Dingen, die jenen entgehen, die nur im Schlaf träumen.“

Einige Arbeiten sind eigens für die Ausstellung entstanden. So etwa Steve Millers poetisch-verspielte Annäherungen an die Natur, in denen transparente Schlangen sich mit abstrakten Farbgesten verflechten. Das Künstlerduo Una Szeemann & Bohdan Stehlik evoziert in fotografischen sowie installativen Arbeiten ein traumwandlerisches Erleben. Die beiden jungen Kunstschaffenden füllen Luftballons mit Stille oder gestalten einen Raum als Negativ-Bild seiner selbst und heben so ganz beiläufig die Gesetze der Realität auf. Nicht immer sind es die grossen phantastischen Gesten, die das Element des Träumerischen, des Unbewussten in der Kunst spürbar machen. Istvan Balogh gelingt es in seinen Fotoarbeiten mit kleinen Verschiebungen, minimalen Zutaten die scharfen Grenzen des Realen ein wenig durchlässig zu machen für das Mögliche und Unmögliche, den Konjunktiv in allen seinen Formen.

Pascal Danz beschäftigt sich mit den Veränderungen von Bildern durch das betrachtende Subjekt, in den letzten Jahren vor allem durch die Bilder, die in der Erinnerung entstehen. Er arbeitet mit Unschärfen, die Landschaften und Stadträume eher andeuten, als sie zu beschreiben. So entsteht beim Betrachter jene schwer greifbare Vertrautheit des Fremden, die aus Träumen bekannt ist, in denen wir mühelos bereit sind, einen Unbekannten als neue Erscheinungsform eines guten Freundes anzuerkennen. Einen ähnlichen Effekt haben die Arbeiten von Sue Irion, die Straßenszenen, Gebäude, Menschen, die immer etwas verloren scheinen in monochromen, leicht verwaschen wirkenden Bildern zeigt. Anders als Danz arbeitet Sue Irion jedoch nicht mit den Mitteln der Malerei, sondern mit Fotoemulsionen.

In Ornamentbildern und Lichtobjekten geht der deutsche Künstler Kaeseberg spielerisch der Lust am Denken nach. Emotionaler und sinnlicher wirken die Arbeiten von Ingeborg Lüscher. Sie beschäftigt sich in ihrem vielgestaltigen installativen Werk mit Eros und Tod, Träumen und Weissagungen und lässt auch ihre Erfahrungen mit Hypnose einfliessen.

-Alice Henkes

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